Kaserne Wildpark-West
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Kaserne Wildpark-West

In der Henning-von-Treskow-Kaserne, die heute das Einsatzführungskommando für Auslandseinsätze der Bundeswehr beherbergt, befand sich von 1939 bis 1943 der Generalstab der Luftwaffe. Dort arbeitete 1941 Harro Schulze-Boysen, der den Oberregierungsrat im Wirtschaftsministerium, Arvid Harnack, über die im Januar 1941 beginnenden Planungen zum militärischen Angriff auf die Sowjetunion unterrichtete. Schulze-Boysen lernte bei Harnack einen sowjetischen Diplomaten kennen und informierte ihn über die deutschen Angriffspläne. Stalin glaubte diesen Warnungen nicht und bezeichnete den deutschen Luftwaffenoffizier als „Desinformator“.

Im Frühjahr 1941 erarbeitet Schulze-Boysen eine historischen Studie über Napoleon. Darin verdeutlichte er die Parallelen zwischen der Invasion Napoleons in Russland und deren Scheitern mit den Plänen Hitlers für einen neuen Russlandfeldzug.