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Das Landwerk Ahrensdorf

Das Landwerk Ahrensdorf – 1936 nahe der brandenburgischen Kleinstand Trebbin in dem kleinen Jagdschloss Berdotaris eingerichtet – war eine Stätte der Kinder- und Jugend-Hachscharot. Hachschara bedeutet in der wörtlichen Übersetzung aus dem Hebräischen „Tauglichmachung“ und dies war auch das Ziel der einzelnen Hachschara-Einrichtungen. Die jüdischen Kinder und Jugendlichen sollten auf die Alija (hebräisch Aufstieg, zionistischer Begriff für Einwanderung) nach Palästina und ihr dortiges Leben im sozialistischen Kibbuz vorbereitet werden.

Die Quellenlage zur Hachschara-Stätte Ahrensdorf ist sehr spärlich. Im Wesentlichen werden die Erkenntnisse und Fakten der folgenden Darstellungen aus zwei Hauptquellen gezogen. Einerseits handelt es sich um einen Gesamtbericht über das Landwerk Ahrensdorf aus dem Jahr 1937, der detailliert Auskunft über die alltäglichen Abläufe und die Struktur des Landwerkes Ahrensdorf gibt. Bei der zweiten Hauptquelle handelt es sich um ein biografisches Interview aus dem Jahr 2007 mit Jürgen Israel Löwenstein, einem ehemaligen Ahrensdorfer Chaluz (hebräisch: Pionier), der nach Auschwitz deportiert wurde und die Shoah überlebte. Des Weiteren wird mit der Publikation des „Fördervereins für eine internationale Begegnungsstätte Hachschara-Landwerk Ahrensdorf e.V.“ gearbeitet und auf einige persönliche Gespräche mit Herrn Dr. Herbert Fiedler zurückgegriffen. Diesem und seiner Frau Ruth sei an dieser Stelle herzlich gedankt für die Unterstützung im Rechercheprozess.

Wir danken dem Förderverein für eine Internationale Begegnungsstätte Hachschara Landwerk Ahrensdorf e.V. und besonders Dr. Herbert Fiedler für die Erlaubnis, Fotos des Landwerkes abzubilden.